Was bei uns rausgegangen ist
Fünfzehn Arbeiten aus den letzten Jahren, sortiert nach Gewerken. Zu jedem Stück steht dabei, aus welchem Holz es ist, was die eigentliche Aufgabe war und wie lange wir gebraucht haben. Auch dann, wenn die Antwort unspektakulär ausfällt.
Küchen nach Maß
Der größte Teil unserer Arbeit. Eine Küche ist selten ein Möbel, sondern ein halber Raum, und meistens sind Wände, Böden und Anschlüsse nicht so gerade, wie sie im Plan aussehen.

Küche aus dem eigenen Stadel
Die Balken stammen aus dem Stadel der Familie, der abgerissen wurde. Aufgetrennt, entnagelt, zu Fronten verarbeitet. Die Wurmgänge wollte die Bauherrin behalten.

Kochinsel in Nussbaum
Im offenen Wohnraum sollte die Küche nicht wie eine Küche wirken. Grifflose Fronten, Geräte hinter Türen. Die Insel misst 3,20 Meter und kam per Kran über den Balkon.

Kochzeile für eine Einliegerwohnung
Zweieinhalb Meter Wand, mehr war nicht da. Kühlschrank und Spülmaschine sitzen untereinander, die Arbeitsplatte läuft ohne Unterbrechung durch. Auf Oberschränke hat die Bauherrin bewusst verzichtet, dafür gibt es ein offenes Bord aus dem gleichen Holz.
Schränke, die in die Wand gehören
Überall dort sinnvoll, wo ein gekaufter Schrank eine Lücke lässt. Unter Schrägen, in Nischen, um Türen und Fenster herum. Der Stauraum, den ein Einbau zusätzlich bringt, überrascht die meisten Kunden.

Schrank unter der Dachschräge
Unter der Schräge passt kein Standardmöbel. Wand aufgemessen, jede Tür einzeln zugeschnitten, den Stauraum bis in die letzte Ecke gezogen.

Ankleide über zwei Wände
Ein kleines Zimmer, komplett ausgebaut: Hosenauszüge, Schubkästen, Licht das angeht, sobald die Tür aufgeht. Der helle Ahorn hält den Raum offen.

Bücherwand mit Durchgang
Die Wand ist 4,80 Meter breit, mittendrin geht eine Tür ins Schlafzimmer. Wir haben das Regal um die Zarge herumgeführt, damit keine sichtbare Fuge stehen bleibt. Die unteren Fächer haben Türen bekommen, weil dort Aktenordner hineinsollten.
Treppen, neu und saniert
Eine Treppe ist das Bauteil, das am häufigsten angefasst wird. Deshalb reden wir vorher über Stufenhöhe und Auftritt und erst danach über die Optik. Eine Sanierung ist oft die vernünftigere Lösung als ein Neubau.

Faltwerktreppe in Eiche
Die Treppe trägt sich über die Faltung selbst, sie braucht keine Wange. Gebaut in drei Teilen, montiert an einem Tag. Geländer aus schwarzem Flachstahl.

Alte Treppe neu belegt
Die Betontreppe war kalt und laut. Statt sie herauszureißen, haben wir jede Stufe einzeln aufgemessen und mit Eiche belegt. Das Haus blieb bewohnbar.

Treppe zum ausgebauten Dachboden
Vorher führte eine Ausziehleiter nach oben, jetzt steht dort eine feste Treppe. Weil kaum Grundfläche da war, sind die Stufen versetzt, man muss also immer mit dem gleichen Fuß anfangen. Das ist gewöhnungsbedürftig, und wir haben die Bauherren vor der Bestellung darauf hingewiesen.
Türen, die den Winter aushalten
Eine Massivholztür ist ein Bauteil im Wetter. Sie muss dicht sein, sicher schließen und sich nach ein paar Jahren nachstellen lassen. Wir bauen sie mit dreifacher Dichtung und aktueller Beschlagtechnik, auch wenn sie von außen alt aussehen soll.

Haustür in Lärche
Die alte Tür ließ sich im Winter kaum schließen. Die neue hat dreifache Dichtung und Sicherheitsbeschlag, sieht mit ihrer senkrechten Leistung aber aus wie immer.

Hoftür nach altem Vorbild
Vom Original gab es nur ein Foto aus den Sechzigern. Wir haben die Proportionen abgenommen und neu gebaut, die Beschläge kamen vom Schmied im Nachbarort.

Haustür mit festem Seitenteil
Der Flur war dunkel, deshalb bekam die Tür ein schmales Glasfeld daneben. Verglasung dreifach, das Holz außen deckend lackiert und innen geölt. Nach zwei Jahren haben wir das Blatt einmal nachgestellt, das gehört bei einer Massivholztür dazu.
Theken, Regale, Empfang
Bei gewerblichen Aufträgen zählt vor allem, dass sich alles putzen lässt und nach fünf Jahren nicht abgewetzt aussieht. Eingebaut wird meist am Wochenende oder nachts, damit der Betrieb weiterlaufen kann.

Theke für ein Café
Sechs Meter mit Kühlvitrine, Kasse und Stauraum. Front in Esche, Arbeitsflächen mit Linoleum, weil hier täglich geputzt wird. Eingebaut an einem Wochenende.

Einrichtung für einen Hofladen
Regale, Verkaufstisch und Kühlwand für einen Bauernhof. Robust durfte es sein und ruhig nach Werkstatt aussehen. Die Böden kann man umhängen.

Empfang für eine Zahnarztpraxis
Der Tresen musste zwei Arbeitsplätze aufnehmen und trotzdem an einer Stelle niedrig genug für Rollstuhlfahrer sein. Deshalb ist er zweistufig gebaut. Die Oberflächen sind aus Linoleum, weil in der Praxis täglich desinfiziert wird.
Was wir nicht machen
Es spart beiden Seiten Zeit, wenn das gleich auf dem Tisch liegt. Bei diesen Dingen sagen wir ab und nennen Ihnen, wenn wir einen kennen, einen Betrieb, der es besser kann.
- Keine Massenware. Wir bauen kein Möbel in Serie und liefern keine Katalogküche zum Aufbauen. Jedes Stück wird für einen bestimmten Raum gezeichnet und gebaut. Eingepasst wird vor Ort. Wer eine Standardküche sucht, fährt mit dem Möbelhaus günstiger.
- Keine Fenster. Fensterbau ist ein eigenes Handwerk mit eigenen Maschinen, Prüfungen und Dichtungssystemen. Haustüren bauen wir, Fenster bewusst nicht.
- Keine Böden verlegen. Parkett und Dielen überlassen wir dem Bodenleger. Wir stimmen uns aber gern mit ihm ab, damit Holzton und Übergänge zu Ihrem Möbel passen.
- Keine reinen Möbelmontagen. Einen gekauften Schrank aus dem Karton aufbauen ist nicht unsere Arbeit. Reparaturen und Aufarbeitungen dagegen schon, auch an fremden Möbeln.
- Keine Aufträge, die nicht zum Budget passen. Wenn Ihre Vorstellung und Ihr Rahmen weit auseinanderliegen, sagen wir das im ersten Gespräch und nicht erst im Angebot.
Ist etwas dabei, das Ihrem Vorhaben ähnelt?
Dann schreiben Sie uns zwei Sätze dazu und hängen ein Handyfoto vom Raum an. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen und sagen Ihnen, ob und wann wir das bauen können.